Man lächelt schon wenn man den Namen dieses wunderbaren Flugzeuges hört. Die Piper J-3 Cub wurde von 1938 bis 1947 gebaut. Immerhin verliessen über 20 Tausend dieser Zweisitzer die Werkshallen. In der militärischen Nutzung wurde das Flugzeug als L-4 (L = Liaison), O-59 (O = observer) oder UC-83 (UC = ) genannt. Erstaunlicherweise gibt es nur eine ganz geringe Anzahl J-3 die in Lizenz gebaut wurden, so ca. 150 Flugzeuge in Kanada.   

Die Piper ist eigentlich keine Piper Eigenkonstruktion, wobei Piper Anteilseigner von Taylor Aircraft war. Piper übernahm 1935 taylor Aircraft und firmierte seit dem als Piper Aircraft Corporation. Das Leichtflugzeug basiert auf der Taylor J-2. Kleinere Modifikationen ergaben dann die Piper J-2. Neben den kleinen konstruktiven Änderungen sollte das Flugzeug auch massentauglich gemacht werden, sprich Serienbau im großen Stil. Aus der J-2 wurde die J-3 im Jahre 1938. Die Produktion lief erfolgreich an und im selben Jahr lieferte Piper bereits über 600 Flugzeuge an die internationalen Kunden aus. 

Von der J-3 gab es zu Beginn drei Versionen, so die Trainer-Version, die Cub Sport und ein Wasserflugzeug, die Cub Seaplane. Die Preisspanne lag zwischen 1.270 US-Dollar bis hin zu 1.900 US-Dollar. Die technische Bezeichnung lautet J3C-40, abgeleitet durch das Continental 40PS-Triebwerk. Zu diesem frühen Zeitpunkt gab es auch schon das berühmte Cub-Yellow, der Standardanstrich der kleinen Flugzeuge. 

Natürlich wurde die Leistung des Conti ständig angepasst, bis hin zu 65PS im Jahr 1940. Neben den Contis kamen auch Lycoming und auch Franklin Triebwerke zum Einsatz. 

Die kleine gelbe Piper entwickelte sich zum absoluten Verkaufsschlager. In Spitzenzeiten verliess alle 70 Minuten ein Flugzeug die Werft! 

1942 endete die Zivilproduktion der J-3, die militärische Produktion hatte Vorrang. 

Der stoffbespannte Rumpf besteht aus Stahlrohr (Chrom-Molybdänstahl). Der Flügel aus Fichtenholz mit Mitallrippen hat eine Dural-beplankte Flächennase und ist zweiteilig. Der stoffbespannte Flügel ist zum Rumpf hin abgestrebt. Der Flügel hat keine Landeklappen, braucht man auch bei der niedrigen Landegeschwindigkeit auch nicht. Die Klappen gab es erst beim Nachfolger der PA-18.  

Die L-4 wurde für militärische Nutzer ca. 6.000 mal gebaut, eine sehr beachtliche Zahl. Im ZweitenWeltkrieg flog die kleine Piper als Kurierflugzeug, Aufklärer und auch als Kabelleger. Entgegen der J-3 zivil erhielt die L-4 (oder O-59 Grasshopper) größere Fensterflächen an den Seiten und über den Sitzen. 

Zeichnung Piper L4  copyright Hans-Jürgen Fischer

 

Nach Kriegsende wurde die Produktion weitergeführt, die zivile J-3 unverändert weiter gebaut. Die Produktion endete 1947, der Nachfolger PA-11 stand in den Startlöchern.

Die hier vorgestellte Piper L-4 wurde am 7.August 1943 als L4-A mit der Seriennummer #10573 in Lock Haven, Pennsylvania produziert. Als Antrieb dient ein Continental A-65-8.

 

Wir sind sehr froh, dass wir dieses wunderbare historische Flugzeug erwerben konnten. Die Überarbeitung der schönen Piper wurde in der nebenan gelegenen MeierMotors-Wert durchgeführt. MeierMotors zeichnet auch verantwortlich für die Wartung. 

Das historisch wertvolle Flugzeug fliegt sich sehr angenehm; die Nebenwirkung ist indes deutlich, das Grinsen des Piloten scheint bleibend zu sein. 

 

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